Executive education

Die Entstehung der Executive Education lässt sich auf Frederick Taylor und seine Abhandlung Principles of Scientific Management von 1911 zurückführen. Dieses Buch beschrieb, wie die Anwendung der wissenschaftlichen Methode auf das Management von Arbeitnehmern die Produktivität verbessern könnte. Taylors Ideen, auch bekannt als „Taylorismus“, würden zum Standard für Unternehmen weltweit.

Auf den Fersen des Taylorismus kam die Alfred P. Sloan School of Management, die 1914 am Massachusetts Institute of Technology den Kurs XV, Engineering Administration, anbot. Zu dieser Zeit gewann das Konzept der Bereitstellung von Business-Training im akademischen Umfeld an Popularität, so dass MIT ein Programm „speziell entwickelt, um Männer zu kompetenten Managern von Unternehmen, die viel mit technischen Problemen zu tun haben, zu trainieren.“ Harvard begann auch kurze fünfwöchige Auswahl von Standard-MBA-Material in den späten 1920er Jahren anbieten.

Im Jahr 1930 Kurs XV am MIT wurde eine unabhängige Abteilung und wurde das Department of Business and Engineering Administration benannt. 1931 wurde mit Unterstützung mehrerer Industrieller ein innovatives Programm zur Führungskräfteentwicklung initiiert. Dieses einjährige Programm – das ein Studium in den Grundlagen des Managements und der Entscheidungsfindung anbietet – richtete sich an junge Manager, die von ihren Arbeitgebern nominiert wurden und sehr wettbewerbsfähig waren. 1938 erhielt das Programm die volle Finanzierung durch die Alfred P. Sloan Foundation und wurde offiziell zum MIT Sloan Fellowship Program for Executive Development am MIT ernannt.

Die Ausbildung von Führungskräften in den Vereinigten Staaten entwickelte nach dem Zweiten Weltkrieg eine kritische Masse. Das Nachjustierungsgesetz der Soldaten von 1944 — allgemein bekannt als GI Bill of Rights – ermöglichte es Veteranen, Bildungsleistungen in Anspruch zu nehmen. Viele studierten Business am College, ein Privileg, das bisher nur die Reichen genossen. Nachfolgende Executive Education-Programme, darunter das 13-wöchige Advanced Management Program an der Harvard University und das vierwöchige Institute for Management an der School of Commerce der Northwestern University (heute Kellogg School of Management), wurden als Reaktion auf die Notwendigkeit entwickelt, Führungskräfte für das allgemeine Management in der Nachkriegszeit schnell auszubilden.

In den späten 1970er Jahren boten fast 20 Business Schools in den Vereinigten Staaten eine Form der Executive Education an. Die Wirtschaftswissenschaft entwickelte sich auch rasant, als Fakultäten wie Michael Porter (Harvard) und C. K. Prahalad (University of Michigan) wissenschaftliche Arbeiten veröffentlichten, die das Denken und Handeln der Menschen in Unternehmen veränderten.

Prahalad ist vor allem für die Entwicklung der Konzepte „Kernkompetenzen“ und „strategische Absicht“ bekannt. Diese und andere angesehene akademische Wirtschaftsdenker – Don Hambrick, Ram Charan, David Ulrich, Michael Hammer, Gary Hamel und viele andere — sind die wahren Pioniere der Weiterbildung von Führungskräften und der kontinuierlichen Bemühungen, die Schaffung von Wohlstand und andere neue Konzepte zu erleichtern, die darauf abzielen, Unternehmen zu stärken und gleichzeitig das Wohlergehen der Welt zu verbessern.

In den 1970er Jahren entwickelte sich die universitäre Weiterbildung als Branche weiter. An mehreren Universitäten wurden mehrere Wohneinrichtungen auf dem Campus errichtet, Dies zeigt den Wert einer eigenständigen Einrichtung für Executive Education-Programme. Dies spornte die Entwicklung solcher Einrichtungen an Schulen im ganzen Land und die anschließende Ausweitung der kurzen offenen Einschreibungsprogramme an. In dieser Zeit entstand auch der exklusive Berufsverband der Branche, das International University Consortium for Executive Education. UNICON begann in den 1970er Jahren mit dem Sponsoring einer Messe für Unternehmen, die sich für die universitäre Weiterbildung von Führungskräften interessieren, und einer jährlichen Konferenz für Mitglieder. UNICON hat sich seitdem zu einem Konsortium von fast 100 Universitäten mit Executive Education-Programmen auf der ganzen Welt entwickelt. Es sponsert drei jährliche Konferenzen, die es den Mitgliedern ermöglichen, Best Practices auszutauschen, forscht zu besorgniserregenden Themen und stellt Benchmarking-Daten für die Mitglieder bereit.

Die Weiterbildung von Führungskräften entwickelte sich in den 1980er und 1990er Jahren weiter, da das zunehmende Tempo und der Umfang des globalen Geschäfts ein höheres Bildungsniveau der Mitarbeiter erforderten. Der Dotcom-Boom veränderte den Umfang der Geschäftslandschaft weiter, indem er Mitarbeiter und Organisationen bevorzugte, die sich schnell an Veränderungen anpassten. Da langjährige Geschäftskonzepte obsolet wurden, war eine kontinuierliche Weiterbildung notwendig – ein Studium jedoch nicht.

In einer Umfrage von 1999 unter 63 Programmen führte die University of Michigan Business School die Liste an. Bei der nächsten Umfrage im Jahr 2001 hatte sich die Anzahl der Programme auf 121 verdoppelt, wobei sich die Einnahmen auf 800 Millionen US-Dollar verdoppelten. Kurz nach der Umfrage wurde das Wachstum der Weiterbildung durch Reisebeschränkungen und wirtschaftliche Auswirkungen der Anschläge vom 11. September dramatisch beeinträchtigt.

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