International oder global?

8. März 2011

Ein wiederkehrendes Gespräch in Organisationen, die sich international engagieren, lautet: „Was bedeutet es, eine internationale oder globale Organisation zu sein?“ Diese Begriffe werden in der internationalen Gemeinschaft oft synonym verwendet, was das Wasser weiter „trübt“. Eine kürzliche (nicht schlüssige) Diskussion über einen Listserv, den ich um diese Frage abonniere, ließ mich wieder über ein Thema nachdenken, auf das ich in den letzten Jahren oft mit Organisationen zurückgekommen bin, mit denen ich zusammengearbeitet habe.

Ich beginne mit einer Zusammenfassung einiger der „Definitionen“ und Kriterien, die manchmal verwendet werden:

International – bezieht sich oft auf die Zusammenarbeit mit einigen verschiedenen Regionen der Welt, aber nicht weltweit. Obwohl die Organisation Aktivitäten in anderen Ländern durchführen kann, behält sie einen Schwerpunkt in ihrem Heimatland. Zum Beispiel könnte eine internationale Organisation eine sein, die einige oder mehrere Programme außerhalb des Landes oder der Region betreibt, in der die Organisation ihren Hauptsitz hat.

Wenn sich eine Organisation entlang eines Internationalisierungsspektrums bewegt, kann sie Produkte und Dienstleistungen für ihre Mitglieder oder konstituierenden Gruppen aktiver anpassen und bereitstellen und eine größere internationale Vertretung in ihren Leitungsgremien haben (mehr als nur Token), wenn sie sich entlang des Spektrums bewegt.

Global – beschreibt oft eine ganzheitlichere oder „grenzenlose“ Weltanschauung und beinhaltet den Betrieb in vielen verschiedenen Regionen. Diese Sichtweise erfordert einen ganzheitlicheren, voneinander abhängigen und miteinander verbundenen Ansatz. Beispielsweise kann eine globale Organisation über mehrere Niederlassungen auf der ganzen Welt verfügen, in denen Programme, Kapitel oder Außenstellen gleichzeitig in mehreren Ländern und Regionen auf der ganzen Welt tätig sind und von einem multinationalen Vorstand geleitet werden.

Obwohl diese als sehr grobe Richtlinien nützlich sein können, sind interne Diskussionen darüber, was diese Begriffe für die Organisation und ihre Operationen bedeuten, eine wichtige Diskussion für Organisationen, und die Zeit, die für diese Diskussionen benötigt wird, sollte nicht unterschätzt werden. Um Denkweisen, Kulturen und Abläufe zu ändern, müssen alle wichtigen Stakeholder einbezogen werden. Es kann oft Jahre dauern, bis dies geschieht, aber für die Organisationen, mit denen ich in diesem Prozess zusammengearbeitet habe, war es die Zeit wert, die in die interne Diskussion investiert wurde. Hier ist ein Beispiel dafür, wie die OCLC (World’s Libraries Connected) mit einem Buch und einem internationalen Engagement-Spektrum, das ich zusammengestellt habe, dort gearbeitet hat, wo sie als Organisation ‚international‘ sein wollten.

Es ist auch wichtig zu erkennen, dass nicht alle Organisationen, die sich international engagieren wollen, international agieren oder ‚werden‘ müssen. Es gibt viele Möglichkeiten, mit globalen Themen, multinationalen Organisationen und Partnerorganisationen in anderen Ländern zu interagieren, ohne die Abläufe Ihrer eigenen Organisation dramatisch zu verändern. Einige Ideen finden Sie hier in diesem Artikel „Ist es Zeit für Sie, international zu werden? Obwohl dieser Artikel in den 1990er Jahren geschrieben wurde, gelten viele der Ideen immer noch. Koppeln Sie die ‚Grundlagen‘ mit den Tools, die Social Media jetzt bietet (z. Twitter, Facebook, Quora, etc..) und das Engagement der Organisation mit der Welt um sie herum kann viel einfacher und voller produktiver Interaktionen werden.

Kategorien: Globale Perspektiven
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